Entwicklung und Langzeituntersuchungen von Holz-Glas-Verbundkonstruktionen mit gleichzeitiger Verklebung und Verklotzung

01.10.2011 - 31.03.2015
Forschungsförderungsprojekt

Holz-Glas-Verbundkonstruktionen werden seit etwa 10 Jahren in Kooperation mit internationalen Firmenpartnern durch namhafte Institutionen untersucht. Bestehende Produkte werden derzeit durch den verklebten Verbund von Holz und Glas verbessert und neue Produkte für den Wintergarten-, Fenster- und Fassadenbau sowie für Fertig- und Sonderbauten entwickelt. Holz und Glas werden hierbei miteinander verklebt, wodurch das Glas am Lastabtrag beteiligt werden kann. Zahlreiche abgeschlossene und laufende Forschungsprojekte haben die Entwicklung dieser jungen Technologie vorangetrieben. Alle entwickelten Systeme müssen in Einzelversuchen das Versagens- und Tragverhalten nachweisen, eine normative Berechnung und Bemessung war bisher nicht möglich. Holz-Glas-Verbundkonstruktionen bleiben jedoch aufgrund derzeit noch fehlender Berechnungs- und Bemessungskonzepte für die breite Masse der Bevölkerung nur beschränkt zugänglich. Das Institut für Architekturwissenschaften ¿ Abteilung Tragwerksplanung und Ingenieurholzbau ¿ entwickelte in den vergangenen drei Jahren für die Bauteile Scheibe, Träger und Platte jeweilige Berechnungskonzepte und normreife Vorschläge zur Bemessung. Aufgrund fehlender Langzeiterfahrungen mussten jedoch die klebstoffspezifischen Sicherheits- und Abminderungsfaktoren seitens vergleichsweise hoch angenommen bzw. vorgeschlagen werden. Die mittels Großprobenversuchen untersuchte und verifizierte Leistungsfähigkeit von Holz-Glas-Verbundelementen kann damit nur zu einem Bruchteil umgesetzt werden. Langzeituntersuchungen können helfen das zeit- und klimaabhängige Verhalten von Holz-Glas-Verbundelementen genauer zu studieren um damit eine gesicherte Reduktion der Sicherheits- und Abminderungsfaktoren vornehmen zu können. Durch den Einsatz von glasfaserverstärkten Kunststoffen in Glas-Verbundscheiben als Alternative zum Material Holz (GFK) erwartet man sich bei Außenanwendung noch bessere Verbundeigenschaften zum Material Glas, welche insbesondere Feuchtigkeitseinwirkungen betreffen. Das feuchteabhängige Materialverhalten von Holz (Quellen und Schwinden) führte bisher zu in die Klebefuge induzierten Zwangsspannungen, welche bereits einen Großteil der Tragfähigkeit von Schubverklebungen ¿aufbrauchten¿. Zudem sind bei Anwendung von GFK-Profilen keine feuchteabhängigen Schädigungen, wie bei den bisher in Holz ausgeführten Koppelleisten, zu erwarten.

Personen

Projektleiter_in

Subprojektleiter_in

Projektmitarbeiter_innen

Institut

Auftrag/Kooperation

  • Hermann Otto GmbH

Auftrag/Kooperation

  • Petschenig Glastec GmbH

Auftrag/Kooperation

  • Haas Fertigbau Holzbauwerk GmbH & Co KG

Auftrag/Kooperation

  • Knapp GmbH

Auftrag/Kooperation

  • Architekt Werner Hackermüller

Förderungsmittel

  • Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) (Nationale Förderung) Förderschiene Basisprogramm Förderprogramm Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) Fördergeber Forschungsförderungsgesellschaft Reichweite Nationale Förderung Projekttyp Forschungsförderungsprojekt

Forschungsschwerpunkte

  • Materials and Matter

Schlagwörter

DeutschEnglisch
Glasglass
Holzkonstruktion building in timber