Last Mile Link

01.03.2010 - 31.03.2012
Forschungsförderungsprojekt
Die ¿Letzte Meile¿ ist in dreifachem Sinne zu definieren. Einerseits muss der Weg vom Zielpunkt des jeweiligen Verkehrsmittels (Bahnhof, Flughafen etc.) zum eigentlichen Reiseziel (z.B.: Hotel) zurückgelegt werden, dies gilt analog auch in umgekehrter Richting für die ¿Erste Meile¿, andererseits ist auch die sogenannte Vor-Ort-Mobilität hinzu zu zählen. Für etwa 70% der PKW-Reisenden ist die mangelnde Mobilität am Reiseziel (ohne eigenes Auto) ein wesentliches Entscheidungskriterium, nicht öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Um v.a. den umweltfreundlichen Bahnverkehr zu fördern ist es unumgänglich, diese ¿Letzte Meile¿ bestmöglich zu überbrücken. Gleichzeitig ist dieser Lückenschluss auch für die Tourismuswirtschaft von großer Bedeutung, da viele Reisende Ihr Urlaubsziel genau nach den Kriterien der ¿Letzten Meile¿ auswählen und somit mangelhaft erschlossene Regionen einen Standortnachteil haben. Das Projekt LML zielt darauf ab, die genannte Lücke in der Mobilitätskette in dreifacher Hinsicht zu schließen. Auf den Kenntnissen bestehender Systeme wird durch deren gezielte Weiterentwicklung ein geeignetes Gesamtkonzept erarbeitet, welches Reisenden ermöglicht auch in den oft benachteiligten ländlichen Regionen vom Ausgangsort zum nächstgelegenen öffentlichen Verkehrsmittel zu gelangen sowie ihre Reise von der Zielstation (z.B.: Bahnhof) zum Zielort (z.B.: Hotel) eigenständig und unmittelbar fortzusetzen. Dasselbe Konzept dient auch zur Befriedigung der Mobilitätsbedürfnisse vor Ort. Dabei wird im Rahmen von LML ein Gesamtsystem entwickelt, welches aus einem geeigneten Geschäftsmodell, der Weiterentwicklung von Reservierungs- und Ortungssystemen (z.B. für Handys) sowie geeigneten Fahrzeugen besteht. Dieses System wird einer umfangreichen Wirtschaftlichkeits- und Akzeptanzanalyse unterzogen. Das konkrete Szenario lässt sich z.B. für Bahnreisen wie folgt darstellen: Der Fahrgast kann zusammen mit den Reiseunterlagen oder im Zuge der Fahrplanauskunft seine Anschlussfahrt am Zielbahnhof mit bestellen. Am Zielbahnhof besteigt er das vorreservierte Fahrzeug (ähnlich wie bei bestehenden Carsharingsystemen) und fährt zum Zielort. Dort kann er im öffentlichen Straßenraum das Fahrzeug abstellen, wodurch es anderen Personen sofort für die Fahrt zum Bahnhof oder für die Mobilität vor Ort zur Verfügung steht. Abgestellte Fahrzeuge können via Internet oder Handy geortet und reserviert werden. LML untersucht die technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten zur Implementierung eines solchen Systems. Zusätzlich werden die Grundlagen für ein geeignetes Fahrzeugkonzept entwickelt. Das gesamte Entwickelte Konzept wird einer breiten Akzeptanzanalyse unterzogen.

Personen

Projektleiter_in

Projektmitarbeiter_innen

Institut

Förderungsmittel

  • FFG - Österr. Forschungsförderungs- gesellschaft mbH (National) Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) Fördergeber Typ Forschungsförderungsinstitutionen

Forschungsschwerpunkte

  • Energy and Environment

Schlagwörter

DeutschEnglisch
öffentlicher Verkehrpublic transport
MobilitätMobility
Carsharingcarsharing
Verkehrsmittelwahlmodal split
Reisetravel

Externe Partner_innen

  • Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency
  • one's own GesmbH
  • Invent GesmbH
  • netwiss