Marktreife Weiterentwicklung einer neuartigen Verbrennungstechnologie für biogene Reststoffe

01.10.2008 - 31.12.2011
Forschungsförderungsprojekt
Projektziel ist es, eine neuartige Verbrennungstechnologie zu einer kleinen- bzw. mittleren, kompakten, dezentralen Energieanlage weiter zu entwickeln und diese gemeinsam mit der Technischen Universität Wien und Experten aus verschiedenen Disziplinen (Technologie, Agrarwirtschaft) zur Marktreife zu bringen. Diese Anlage wird dann in der Lage sein, regional vorhandene, kostengünstige, biogene Reststoffe (inhomogene Biomassen, wie etwa: Kukuruz-/ Rapsstroh, kommunaler Grünschnitt, Beimischung von verfestigtem Klärschlamm und Rapskuchen) thermisch zu verwerten. Diese Reststoffe können andernfalls nur schwer verwertet werden, bzw. müssten deponiert oder anders entsorgt werden. Auch die Verbrennung in herkömmlichen Biomassekraftwerken ist im Allgemeinen nicht möglich. Projektinhalt ist die Installation einer stark verkleinerten Versuchsbrennkammer einschließlich der vor- und nachgeschalteten Systeme, sowie Mess- und Regelungstechnik in einem Standard Container (¿Forschungs-Containeranlage¿). Standort der Forschungs- Containeranlage ist LEIBEN, Bezirk Melk (NÖ) wo die Infrastruktur des Kraftwerkes und des Nahwärmenetzes der Antragstellerin mitgenutzt werden können. Mit diesem down-scale (max. 100 kW) auf Basis einer bereits erstmalig realisierten, kommerziellen Referenzanlage (2 MW) für den MONObrennstoff Kukuruz- Ganzpflanzen soll eine wissenschaftliche Nachführung des maßgeblichen Technologiesprunges durchgeführt werden, indem kleine, kompakte, dezentrale Verbrennungsanlagen in die Lage versetzt werden ein wesentlich breiteres Brennstoffband (auch inhomogene, biogene Reststoffe) auszunutzen. Die geplanten Versuche mit der Forschungs-Containeranlage ermöglichen eine detaillierte Untersuchung der strömungs- und verbrennungstechnischen Phänomene zwischen den Düsen und der Brennstoffstirnseite im Primärbereich; der Abbrandkinetik und des Abbrandverhaltens in Abhängigkeit von der Art der biogenen Reststoffe, der Temperatur und Feuchte sowie der vielfältigen Variationen zu optimierender Primärdüsenformen. Weiters erfolgt die Ermittlung des Einflusses auf das Emissionsverhalten; die Untersuchung der Feststoff und Gasverbrennung bei erhöhtem Wasserdampfgehalt; sowie Ergebnisvergleiche zwischen dem Versuch und der begleitenden CFD-Simulation.

Personen

Projektleiter_in

Projektmitarbeiter_innen

Institut

Auftrag/Kooperation

  • LD-Logistic s.r.o.

Förderungsmittel

  • Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG)

Forschungsschwerpunkte

  • Computational Science and Engineering
  • Energy and Environment

Schlagwörter

DeutschEnglisch
Verbrennungstechnologiecombustion technology
Strömungssimulationcomputational fluid dynamics
Biomassebiomass
Pilotanlagepilot plant
Regelungstechnikclosed loop control engineering