TUSI 2 - Der intelligente Eisenbahntunnel

01.03.2006 - 30.06.2009
Forschungsförderungsprojekt
Das Forschungsprojekt ist eine Folgeprojekt von TUSI (IT-ET) der zweiten Ausschreibung i2. Im Folgeprojekt wird nun das System FIBROLASER II erstmals in einem Eisenbahntunnel eingesetzt und mittels eines umfangreichen Versuchsprogramms an die Anforderungen im Eisenbahntunnel angepasst werden. Der FIBROLASER II ist ein linearer Wärmemelder der neuesten Generation von faseroptischen Sensoren, die sich aufgrund ihrer messtechnischen Eigenschaften vor allem für die störungsfreie Brandüberwachung von Linienbauwerken, wie z. B. Verkehrstunnel eignen. Das System ermöglicht eine lückenlose Brandüberwachung über die gesamte Tunnellänge. Der Projektablauf umfasst folgende Arbeitspakete: ¿ Definition der Anforderungen aus technischer und rechtlicher Sicht ¿ Planung des Versuchsprogramms ¿ Durchführung der Versuche ¿ Versuchsauswertung und Sensitivitätsanalyse ¿ Anpassung des FIBROLASER II and die Anforderungen im Eisenbahntunnel ¿ Wirtschaftlichkeits- und Risikoanalyse ¿ Systemarchitektur und Empfehlungen Für das System soll eine sinnvolle Ausbaustrategie überlegt werden. Einerseits gibt es seitens des Produktes technische Mindestanforderungen wie etwa die Mindestlänge einer Tunnelanlage um überhaupt zuverlässig messen zu können, anderseits sollen auch nicht einfach alle Tunnel des Infrastrukturbetreibers mit der technisch erforderlichen Mindestlänge zwangsläufig ausgerüstet werden. Es erscheint zweckmäßiger, eine Kategorisierung der Tunnelanlagen im Hinblick auf die Verkehrsarten (Güter, Personen) und deren Anteile sowie die resultierende Verkehrsdichten vorzunehmen, um eine Ausrüstungskennzahl für Tunnelanlagen des Infrastrukturbetreibers zu entwickeln. Dabei können dann auch wirtschaftliche Aspekte dem potentiellen Nutzen gegenüber gestellt werden und eine Umsetzungsempfehlung für den Infrastrukturbetreiber erarbeitet werden. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass das System zur Branderkennung in Tunnelanlagen auch im Bezug zur vorhandenen Systemarchitektur des heimischen Infrastrukturbetreibers im Hinblick auf Synergien untersucht werden soll. Die reine Bestimmung des Brandherdes auf Meter-Genauigkeit allein, kann etwa beispielsweise durch eine Zuordnung des Brandes zu einem Waggon ergänzt werden. Diese genauere Information kann dann wiederum mit der Beladung verknüpft sein und Grundlage für die Behandlung des Brandes sein. Je nach Zuverlässigkeit der detektierten Brandherde kann auch ein Eingriff in den Betriebsablauf über vorhandene spezifizierte Schnittstellen in die betriebsführenden Systeme angedacht werden.

Personen

Projektleiter_in

Projektmitarbeiter_innen

Institut

Förderungsmittel

  • BM für Verkehr, Innovation und Technologie (bm:vit)

Forschungsschwerpunkte

  • Information and Communication Technology