Spurenelementanalyse von Trinkwasser und Wein mit Totalreflexions-Röntgenfluoreszenzanalyse (TXRF)

01.12.2005 - 01.11.2006
Forschungsförderungsprojekt
Totalreflexionsröntgenfluoreszenzanalyse (TXRF) ist ein am Atominstitut entwickeltes Verfahren der physikalischen Analytik, das Nachweis von Elementen im Ultraspurenbereich (µg/l, ppb) erlaubt. Besonders geeignet sind flüssige Proben. In rahmen dieses projekts sollen wein und Wasserproben untersucht werden und ihr spurenelementgehalt bestimmt werden. Im Zuge dieser Arbeit soll untersucht werden, ob sich die Konzentration der Elemente, in einem bestimmten Weingarten, mit den unterschiedlichen Jahrgänge ändert. Weiters sollen Weine der gleichen Rebsorte und gleichen Jahrgangs, aber von verschiedenen Rieden analysiert werden. Ziel des gegenständlichen Projektes ist es, die bereits erzielten Ergebnisse durch eine größere Anzahl an Flaschen mit System zu überprüfen. Nach Rücksprache mit dem Winzer können, von beiden Weingärten, die Jahrgänge 1999, 2001, 2002, 2003 und, sobald sie fertig sind, 2004 analysiert werden. Darüber hinaus sollen auch Rotweine der gleichen Rebsorte aber aus verschiedenen Weinbaugebieten analysiert werden, um den Einfluss des Bodens zu bewerten. Bei Weinen, die in Barrique gelagert wurden, sollen vor allem anhand der metallischen Elemente ein möglicher Unterschied zu Weinen die nur in Edelstahltanks gelagert wurden, nachgewiesen werden. Im Zuge erster Messungen wurde festgestellt, dass der Bleigehalt im Wiener Trinkwasser teilweise überhöhte Werte aufweisen kann. Der so genannte Parameterwert für Trinkwasser liegt bei 25ppb (=µg/Liter), der von der WHO empfohlene Wert ist 10ppb. Es ist geplant, systematische Studien über z.B. den optimalen Entnahmezeitpunkt, bzw. den zeitlichen Verlauf der Bleiwerte durchzuführen. Im Speziellen wird überlegt, in einer noch anzustrebenden Kooperation mit Medizinern, Korrelationen zwischen dem Bleigehalt im Trinkwasser und Bleiwerten im Blut herzustellen.

Personen

Projektleiter_in

Institut

Förderungsmittel

  • Hochschuljubiläumsfonds der Stadt Wien