Radarsatelliten erlauben es kosteneffizient und wetterunabhängig große Teile der Erdoberfläche zu erfassen und kontinuierlich zu überwachen. Überflutete Flächen während eines Hochwassers können dadurch automatisiert kartiert und schnell zugänglich gemacht werden. Ereignissen wie im September 2024 in Ober- und Niederösterreich können dabei mit einer einzigen Aufnahme erfasst und innerhalb weniger Stunden ausgewertet werden. Dadurch kann den Behörden, Einsatzorganisationen und der Bevölkerung ein Überblick über die betroffenen Regionen zur Verfügung gestellt werden, ohne eine Befliegung oder Begehung durchzuführen.
Im Rahmen das abgeschlossenen S1Floods.AT Projektes wurde ein bestehender Flood Mapping Algorithmus basierend auf den Daten des europäischen Radarsatelliten Sentinel-1 für die besonderen Charakteristiken der österreichischen Topographie und Landbedeckung angepasst. Aufbauend darauf soll der Algorithmus im S1Floods.AT+ Projekt weiter verbessert und die Nutzbarkeit seiner Ergebnisse erhöht werden. Außerdem sollen die Ergebnisse frei verfügbar gemacht werden. Die Ziele des Projektes können wie folgt zusammengefasst werden:
Verbesserung des bestehenden Flood Mapping Ansatzes und die Vorbereitung eines operationellen Services für Österreich
Unterstützung bei der Anwendung von satelliten-generierten Hochwasserprodukten und bei der Aufarbeitung des Hochwasserereignisses im September 2024