Biotechnologisch und Simulations-basierte Studien zur Demenzvorsorge

01.01.2004 - 31.12.2005
Forschungsförderungsprojekt
Der Anteil älterer und alter Menschen unserer Bevölkerung hat während der letzten Jahrzehnte deutlich zugenommen. Die senile Demenz vom Alzheimer-Typ ist die häufigste Form aller in diesem Lebensabschnitt auftretenden dementiellen Erkrankungen. Durch zunehmende Therapiemöglichkeiten ist die frühzeitige Erfassung neuropsychologischer Defizite von großer Bedeutung. Die Diagnosestellung vor der Entwicklung schwerer kognitiver Leistungseinbußen wird daher als wichtiges aktuelles Ziel gesehen. Forschungsziel ist es biologische Marker in Körperflüssigkeiten zu finden um minimale klinische Frühsymptome zu erkennen. Basis des vorliegenden Projektes bildet die Entdeckung eines neuen Gens, das am Chromosom 21 identifiziert, als "ALZAS" (ALZHEIMER ASSOCIATED) bezeichnet wird. Das ALZAS Gen wurde erstmals aus post mortem Gehirngewebe von Alzheimer-Kranken isoliert und sequenziert. Aus der DNA-Sequenz des Gens wurde die Aminosäuresequenz und mögliche Sekundärstruktur des Peptids vorhergesagt, das 79 Aminosäuren umfasst. Zusätzlich haben erste Pilotstudien gezeigt, dass Autoantigene gegen ALZAS offensichtlich bereits in präklinischen Frühstadien der Krankheit mit Hilfe spezifischer ELISA-Tests im Serum nachzuweisen sind. Im Projekt werden multispektrale Laser-Scanning-Mikroskopie, Computerbildanalyse und numerische Simulation als mathematische Herangehensweise eingesetzt. Projektziel ist die diagnostische und therapeutische Verwendung von ALZAS als Biomarker.

Personen

Projektleiter_in

Institut

Förderungsmittel

  • Hochschuljubiläumsfonds der Stadt Wien

Schlagwörter

DeutschEnglisch
AlzheimerAlzheimer's disease
NeurochemieNeurochemistry