B (IRONER) Potenziale für innovatives und nachhaltiges Recycling von Stahl

01.01.2022 - 31.08.2022
Auftragsforschungsprojekt

Nachhaltiges Recycling und Ressourceneffizienz in der Stahlindustrie sind die Triebkräfte der beantragten F&E-Dienstleistung IRONER. Die Stahlindustrie bekennt sich zu den globalen Klimazielen und strebt eine beträchtliche Reduktion der CO2-Emissionen aus der Produktion um mindestens 50% bis 2030 an. Stahlschrott, ein essenzieller Sekundärrohstoff zur Stahlproduktion, stellt einen Grundpfeiler für eine klimaneutralere Stahlindustrie dar. Das Einschmelzen von Stahlschrott benötigt weniger Ressourcen als die primäre Stahlproduktion und ermöglicht somit umwelttechnische und wirtschaftliche Vorteile in puncto CO2-Emission und Ressourcenbedarf. Ein erhöhtes und optimiertes Recycling der Ressource Stahlschrott zur Erzeugung von Hochleistungsstählen erfordert die genaue Kenntnis über verfügbare Schrottqualitäten. Vor allem Altschrottklassen erfüllen Qualitätskriterien hinsichtlich der Zusammensetzung (Anteile an nichtmetallischen Störstoffen oder Nichteisenmetallen wie Kupfer) oftmals nicht. Dies induziert einen derzeit sehr hohen Export und somit den Ausschluss aus dem Stoffkreislauf. Umweltschutz und Kreislaufwirtschaft sind zentrale Themen des Stahlsektors und erfordern Maßnahmen und verbesserte Technologien zur Schrottaufbereitung, um den Export der wertvollen Ressource Schrott zu minimieren. Mit diesem Hintergrund soll das Projekt IRONER Innovationspotenziale für ein nachhaltiges Recycling von Stahl aufzeigen.

IRONER besticht durch sein einzigartiges Konsortium aus exzellenten führenden Forschungseinrichtungen für metallurgische Prozesstechnik, Werkstoffentwicklung, Kreislaufwirtschaft und Klimaforschung. Die herausragende gekoppelte Methodik aus modellunterstützter Stoffstromanalyse, metallurgischen und werkstofftechnischen Betrachtungen und Stakeholder-Befragungen wird exzellentes technisches und wissenschaftliches Know-How zum Schrottmanagement und zum Einfluss von Schrott auf Werkstoffqualitäten und Umweltbilanz der Stahlerzeugung generieren, welche über den derzeitigen Wissensstand hinausgehen. Ein Ziel von IRONER liegt in der Erfassung einer Schrottstoffstrombilanz für Österreich und angrenzenden Nachbarstaaten, um die Verfügbarkeit gewisser Schrottklassen dem Bedarf für die Rohstahlproduktion gegenüberzustellen. Dies wurde in dieser Form noch nicht realisiert. Aus Befragungen aller österreichischen Stahlerzeuger sowie Unternehmen der Schrottwirtschaft und des metallurgischen Anlagenbaus sollen zudem notwendige technische und digitale Innovationen definiert werden, die durch weitere Forschungsförderungsinitiativen betrachtet und implementiert werden müssen.

Aus den Ergebnissen der Bilanzrechnungen, den metallurgisch-werkstofftechnischen Betrachtungen und der Stakeholder-Befragungen soll letztendlich ein Positionspapier erstellt werden, das notwendige Forschungsfragen aufdecken wird und als Vorbereitung für künftige nationale Förderinitiativen dienen kann. Nur so kann die österreichische Stahlindustrie im europäischen und globalen Vergleich seine führende Rolle in puncto Kreislaufwirtschaft und Produktentwicklung aufrechterhalten und wettbewerbsfähig bleiben.

Personen

Projektleiter_in

Institut

Förderungsmittel

  • FFG - Österr. Forschungsförderungs- gesellschaft mbH (National) Programm ENERGIE DER ZUKUNFT Bereich Thematisches Programm Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) Fördergeber Typ Forschungsförderungsinstitutionen

Forschungsschwerpunkte

  • Energy and Environment

Externe Partner_innen

  • ASMET - The Austrian Society for Metallurgy and Materials
  • JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH
  • K1-Met GmbH
  • MONTANUNIVERSITÄT LEOBEN
  • Universität Graz