Innovationsnetzwerk für regenerative, rezyklierbare, regionale und resiliente Komponenten im Hochbau

01.01.2021 - 30.06.2023
Forschungsförderungsprojekt

Aufgrund von Informationsdefiziten, fehlendem Fachwissen über Anschlüsse, Details, Kombinationsmöglichkeiten und Unsicherheiten bei Langlebigkeit und Kosten bestehen große Hemmnisse in der Verwendung von regenerativen Baustoffen wie Holzfaserwerkstoffe, Hanf, Stroh, Lehm, Kalk, Schafwolle etc. bei AuftraggeberInnen, Baubehörden, Planenden und Verarbeitenden. Dennoch: Die Nachfrage nach diesen Materialien, die Notwendigkeit ihres Einsatzes (Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft) steigt, aber Planungshilfen sind kaum vorhanden!

Im Innovationsnetzwerk natuREbuilt schließen sich Expert*innen aus planenden und ausführenden Unternehmen sowie Wissenschaft zusammen mit dem Ziel diese Hemmnisse abzubauen und dadurch den Einsatz von ökologischen Bauweisen im großvolumigen Neubau und in der Sanierung zu forcieren. Bauprodukte, -komponenten und -systeme aus regenerativen, rezyklierbaren und regionalen Rohstoffen werden im Konsortium interdisziplinär betrachtet, good-practice Beispiele gesammelt, Unsicherheiten durch wissenschaftliche, bauphysikalische Untersuchungen beseitigt, innovative, resiliente Konstruktionen entwickelt, BIM-tauglich digitalisiert und in bestehende Datenbanken implementiert. Vorrangiges Ziel ist

- die Entwicklung von ökologischen Konstruktionen für den mehrgeschoßigen Hochbau und die Bereitstellung von bauphysikalisch validierten Kennwerten um Sicherheit für die Anwendung zu herzustellen

- sowie der Aufbau und das Etablieren eines regionalen Innovationshub für ökologisches Bauen in der „Vienna Region“ (NÖ, W, Bgld.) entlang der wirtschaftlichen Wertschöpfungskette.

In einem ersten Schritt wird vorhandenes Wissen inner- und außerhalb des Konsortiums gesammelt. Bereits in der Praxis eingesetzte ökologische Konstruktionen werden kooperativ analysiert und bewertet, Unsicherheiten identifiziert und Forschung- und Entwicklungsbedarf aufgezeigt. Der Fokus des Projekts liegt vor allem auf der Entwicklung von innovativen Kombinationen von regenerativen Baustoffen, um neue und möglichst robuste (= fehlertolerante) Konstruktionen sowohl für Neubau als auch Sanierung (Kombinationen mit herkömmlichen Baustoffen) zu ermöglichen. Diese werden mit vorhandenem Wissen entwickelt, bauphysikalisch untersucht (Hygrothermisch: in-situ an einem Freiland-Prüfstand, im Labor und mittels Simulation, Schallschutz, Brandverhalten), auf ihre Kreislauffähigkeit bewertet und BIM-tauglich digitalisiert und disseminiert.

Die gesammelten Erkenntnisse und Konstruktionen werden in einem Planungsinstrumentarium zusammengefasst, validierte Daten aus den Untersuchungen Planungs-Tools zugeführt und eine Verbreitungs- und Kommunikationsstrategie für die gesamte Branche erarbeitet. Am Projektende soll das Innovationsnetzwerk nachhaltig etabliert sein und ein Konzept für die folgenden Jahre vorliegen.

Personen

Projektleiter_in

Projektmitarbeiter_innen

Institut

Förderungsmittel

  • FFG - Österr. Forschungsförderungs- gesellschaft mbH (National) Programm COIN - Programmlinie "Netzwerke" Programm COIN Bereich Strukturprogramm Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) Fördergeber Typ Forschungsförderungsinstitutionen

Forschungsschwerpunkte

  • Energy and Environment
  • Materials and Matter

Externe Partner_innen

  • ecoplus, Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich