Finanzierungsmodelle für grüne Infrastruktur an Schulen

02.03.2020 - 01.03.2023
Forschungsförderungsprojekt

Die vielfältigen positiven Auswirkungen von grüner Infrastruktur im städtischen Bereich insbesondere als Maßnahme zur Klimawandelanpassung und zur Verbesserung der Stadtökologie konnten bereits auf verschiedenen Ebenen in zahlreichen Projekten national sowie international untersucht und nachgewiesen werden. Die Schulbegrünungsprojekte GRÜNEzukunftSCHULEN und GrünPlusSchule haben die positiven Auswirkungen im Schulbereich bestätigt. Dennoch erfolgt eine Umsetzung von Begrünungen in und an Gebäuden unabhängig von der Gebäudenutzung bisher nicht bzw. nur eingeschränkt. Ausschlaggebender Grund hierfür sind bisher fehlende Finanzierungsmöglichkeiten. Kinder und Jugendliche befinden sich laut einer Umfrage von UNICEF (2012) 38,5 Stunden pro Woche in der Schule bzw. erledigen Hausübungen. Eine gute Raumluftqualität ist bedeutsam für das Wohlbefinden von Menschen. Bei einer schlechten Raumluftqualität ist eine Beeinträchtigung des Wohlbefindens zu erwarten: Die Leistungsfähigkeit der Raumnutzer/innen lässt nach. Insbesondere in Schulen als Orte des Lernens für Kinder, die sich noch in der Entwicklung befinden, sind daher eine gute Raumluftqualität und eine qualitätsvolle Lernumgebung wichtig. Grüne Infrastruktur kann einen wichtigen Beitrag hierzu leisten. Um Schulbegrünungen für eine breite Masse und in ganz Österreich zu ermöglichen, werden im Rahmen des Projekts MehrGrüneSchulen erstmalig Finanzierungsmodelle für grüne Infrastruktur an Schulen entwickelt. Unter dem Grundsatz der weiteren stärkeren Vernetzung werden hierzu die verantwortlichen Entscheidungsträger/innen und ihre Möglichkeiten bezüglich Finanzierung in Abhängigkeit des Schultyps, des Standorts und der Begrünungsart identifiziert und in die Entwicklung integriert. Parallel dazu werden die Lebenszykluskosten bestehender Begrünungssysteme identifiziert und aufbereitet. In Zusammenarbeit mit den Systemherstellern erfolgt eine Optimierung bestehender Systeme mit Fokus auf die Anwendung in Schulen und den anfallenden Kosten. Darüber hinaus werden einfach umsetzbare Lösungen für grüne Infrastruktur zur eigenständigen Umsetzung an Schulen entwickelt und beispielhaft an mindestens einer Schule pro Bundesland umgesetzt. Die Entwicklung erfolgt unter direktem gemeinsamem Einbezug einer bautechnischen höheren Schule und einer Gartenbau-Schule, die als primäre Zielgruppe nicht nur direkt von der Begrünung profitieren, sondern auch an interdisziplinäres Arbeiten bereits in ihrer Ausbildung herangeführt werden. Schulen als Orte des Lernens und Ausprobierens werden somit in ihrer Rolle als optimale Experimentierräume in der realen Stadt unterstützt. Die gesamte Entwicklung forciert dabei eine vermehrte eigenständige, praktische Umsetzung von grüner Infrastruktur an Schulen und greift dabei auf wissenschaftliche Erkenntnisse aus Vorprojekten zurück. Aufbauend auf diesen zwei Input-Teilen, einerseits Möglichkeiten und Grenzen aller Stakeholder/Finanzierer/innen und anderseits Lebenszykluskosten optimierter und entwickelter low-cost Begrünungen, werden ökonomische Finanzierungsmodelle für österreichische Schulen entwickelt. Durch das Schaffen der Finanzierungsmodelle für alle österreichischen Bundesländer und die unterschiedlichen Ausgangssituationen der Schulen ergibt sich eine breite Argumentations- und Handlungsgrundlage für ein Ausrollen grüner Infrastruktur an Schulen in ganz Österreich.

Personen

Projektleiter_in

Projektmitarbeiter_innen

Institut

Förderungsmittel

  • FFG - Österr. Forschungsförderungs- gesellschaft mbH (National) Bereich Thematisches Programm Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) Fördergeber Typ Forschungsförderungsinstitutionen Ausschreibungskennung AUSSCHREIBUNG 2019 Spezifisches Programm SMART CITIES DEMO – LIVING URBAN INNOVATION

Forschungsschwerpunkte

  • Computational Science and Engineering
  • Energy and Environment

Externe Partner_innen

  • B-NK GmbH
  • Dipl.-Ing. Ralf Dopheide e.U.
  • CAMILLO SITTE LEHRANSTALT Höhere Technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt Wien III