Grüne Wohn- und Pflegeheime. Technische Lösungen und soziale Innovationen

01.10.2019 - 30.09.2022
Forschungsförderungsprojekt

Klimawandel, zunehmende Verstädterung und Nachverdichtungen im innerstädtischen Raum erfordern neue Wege und Lösungsansätze zur Steigerung der Lebensqualität und des Lebens- und Wohnkomforts in städtischen Strukturen. Die städtischen Räume und Agglomerationen bewirken per se Temperaturerhöhungen, dies wird durch Klimaveränderung aber noch verstärkt. Durch den hohen Anteil versiegelter Oberflächen ist in Städten die Verdunstung reduziert, während gleichzeitig die Sonneneinstrahlung auf Gebäude- und Straßenoberflächen gespeichert wird. Dies führt zur Ausbildung von urbanen Hitzeinseln, d.h. die Temperaturen können z.T. erheblich über denjenigen in Umlandbereichen liegen. Sommerliche Hitze führt zu Beeinträchtigungen der Lebensqualität und des Wohlbefindens der Bevölkerung bis hin zu gesundheitlichen Folgen, insbesondere für vulnerable Bevölkerungsgruppen, wie Säuglinge, Kinder, ältere bzw. hochbetagte Menschen aber auch kranke Menschen, Menschen mit Behinderung und Menschen am Lebensende. Aufgrund der demographischen Entwicklung nimmt der Anteil der alten Menschen an der Gesamtbevölkerung zu. Aktuell sind 24,4% der österreichischen Bevölkerung älter als 60 Jahre (2017), für 2080 wird ein Anteil von 35% prognostiziert.

Vor dem Hintergrund des Klimawandels, der verdichteten Städte und den Urban Heat Island-Phänomenen braucht es Ansätze der urbanen Hitze entgegenzuwirken – gerade für vulnerable Bevölkerungsgruppen. Daher beschäftigt sich das Projekt „GREEN: Cool & Care“ mit innovativen Begrünungslösungen am Beispiel von konkreten Demonstrationsobjekten in Niederösterreich. In mehreren Pflege- und Betreuungszentren des Landes Niederösterreich werden Systemlösungen für Vertikalbegrünungen sowie passgenaue den Bedürfnissen, Wünschen und Anforderungen der vulnerablen Zielgruppen (das sind Bewohnerinnen und Bewohner von Pflege- und Betreuungszentren sowie die Pflege- und Betreuungspersonen und Angehörige) entsprechende innovative Begrünungen etabliert. Diese technischen Innovationen werden einem umfassenden Monitoring, sowohl mit technischen als auch sozialen Parametern und Kriterien, unterzogen. Besonderes Augenmerk liegt auf der interdisziplinären Zusammenarbeit von Bauphysik, Landschaftsplanung, Vegetationstechnik, Sozial- und Pflegewissenschaften sowie den Personen aus den jeweiligen Pflege- und Betreuungszentren. Weiters wird eine Plattform geschaffen werden, die im Rahmen von Gesprächsrunden und Workshops Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen sowie Expertinnen und Experten, die sich mit dem Thema Begrünung in und rund um Wohn- und Pflegeheime sowie im Betreuten Wohnen bzw. in Krankenhäusern etc. auseinandersetzen, zusammenführt.

Das Projekt „GREEN: Cool & Care“ zeigt Wege zu einer Optimierung von mikroklimawirksamen Maßnahmen und Handlungsfelder für die Wohn- und Pflegeheime von Morgen auf und ist ein Leuchtturmprojekt für das Zusammenspiel von technischen mit sozialen Innovationen.

Personen

Projektleiter_in

Projektmitarbeiter_innen

Institut

Auftrag/Kooperation

  • Amt der Niederösterreichischen Landesregierung & Kultur und Wissenschaft

Förderungsmittel

  • FFG - Österr. Forschungsförderungs- gesellschaft mbH (National) Bereich Thematisches Programm Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) Fördergeber Typ Forschungsförderungsinstitutionen Ausschreibungskennung Smart Cities Demo - Living Urban Innovation 2018 Spezifisches Programm Smart Cities

Forschungsschwerpunkte

  • Energy and Environment
  • Materials and Matter

Externe Partner_innen

  • B-NK GmbH
  • Universität Wien - Institut für Pflegewissenschaft
  • Dipl.-Ing. Ralf Dopheide e.U.