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251.667 Seminar zur architekturhistorischen Praxis
Diese Lehrveranstaltung ist in allen zugeordneten Curricula Teil der STEOP.
Diese Lehrveranstaltung ist in mindestens einem zugeordneten Curriculum Teil der STEOP.

2020S, SE, 3.0h, 4.0EC

Merkmale

  • Semesterwochenstunden: 3.0
  • ECTS: 4.0
  • Typ: SE Seminar

Lernergebnisse

Nach positiver Absolvierung der Lehrveranstaltung sind Studierende in der Lage, eine selbstständige Archivrecherche in den Fachgebieten Architekturgeschichte und Kunstgeschichte durchzuführen. Sie kennen die Grundzüge sorgfältiger und verantwortungsbewusster Archivarbeit in Theorie und Praxis und weiß, was eine wissenschaftliche Inventarisation bedeutet.

Inhalt der Lehrveranstaltung

Die Studierenden erhalten erste praktische Erfahrungen in der Durchführung von Archivarbeit anhand konkreter Aufgabenstellungen aus realen und aktuellen Forschungsprojekten des Forschungsgebietes. Konkret werden bisher unbekannte oder unbearbeitete Archivbestände wie Architektennachlässe oder objektbezogene bauhistorische Pläne gesichtet, dokumentiert, fotografiert und inventarisiert. Begleitend erhalten die Studierenden durch verschiedene Einführungsvorlesungen auch einen wissenschaftstheoretischen Hintergrund für diese praktische Arbeit.

Methoden

Dazu arbeiten die Studierenden in Kleingruppen und unter Instruktion und Aufsicht erfahrener Archivare und Bibliothekare in den unterschiedlichen Archiven diverser einschlägiger Partnerinstitutionen wie dem Architekturzentrum Wien, dem Österreichischen Staatsarchiv und diversen Stadt- und Landesarchiven.

Prüfungsmodus

Prüfungsimmanent

Weitere Informationen

Thema

Beginn: Montag, 2. März 2020, 9.15 Uhr, Seminarraum 251

Architekturführer des 20. Jahrhunderts Niederösterreich - Aufarbeitung der Achleitner Kartei

Der Schriftsteller und Architekturkritiker Friedrich Achleitner publizierte 1980 den ersten Band seine Architekturführers „Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert“ zum Architekturbestand Oberösterreichs, Salzburgs, Tirols und Vorarlbergs. 1983 folgte der zweite Band über Kärnten, Steiermark und das Burgenland. Geplant war, die noch ausstehenden Bundesländer Wien und Niederösterreich in einem dritten Band zu veröffentlichen. Doch das Material wächst und wächst an. 1990 und 1995 erscheinen die ersten beiden Bände, 2010 der dritte und letzte Teil zu Wien, bereits gemeinsam mit dem Architekturzentrum Wien (AzW) als Herausgeber. Friedrich Achleitner überlässt letztendlich dem AzW seine Karteikarten. Seit Ende 2018 finanziert das Land Niederösterreich die Aufarbeitung der Kartei und die Publikation des noch ausstehenden Teils von Achleitners Architekturführer zur Österreichischen Architektur im 20. Jahrhundert über Niederösterreich im Rahmen eines Forschungsprojektes. Das Projekt wird derzeit über die TU-Wien als forschungsgeleitete Lehre unter Projektleitung von Ao.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Caroline Jäger-Klein abgewickelt werden. Die detaillierte Konzeption des Projekte wurde 2019 von den Projektassistentinnen Dipl.-Ing. Doris Grandits und Mag. Theresa Knosp erstellt und ist durch das Stiftungskontrollorgan mit Ende 2019 freigegeben. Die beiden Projektassistentinnen begleiten daher auch diese Lehrveranstaltung gemeinsam mit Jäger-Klein.

Als Vorbereitung war es notwendig, Materialien, die Friedrich Achleitner ua. als Grundlagen zusammengetragen haben, unter Anleitung von Mitarbeitern des Architekturzentrum Wien (AzW) professionell zu inventarisieren und anschließend zu digitalisieren. Physisch befindet sich die Achleitner-Kartei und das dazu bereits gesammelte originale Planmaterial derzeit an der TU-Wien.

Ihre Aufgabe wird jetzt sein, in detektivischer Arbeit nachzuvollziehen, ob die Objekte, die Achleitner in seiner Kartei vermerkt hat, tatsächlich dort vorhanden sind und in welchen Zustand (mit oder ohne Veränderungen) sie sich noch dort befinden. Zudem muss auch das gesammelte Planmaterial und weitere Literatur mit dem Objekt verknüpft werden, sobald dieses in der Realität verortet werden konnte.

Sie werden in kleinsten Arbeitsgruppen einen ihnen zugeteilten Teil der Kartei diesbezüglich auszuwerten haben. Da eine Projektgruppe bereits grob ein Drittel der Kartei durchgearbeitet hat, sind die Methoden der Zuordnung bereits erprobt. Die Auswertung nach der erprobten Methode wird rasch und diszipliniert in den Monaten März und April 2020 durchgezogen werden.  Damit wird die Lehrveranstaltung bereits Anfang Mai 2020 abgeschlossen sein.

 


Beachten Sie beim Verfassen der Ausarbeitung bitte die Richtlinie der TU Wien zum Umgang mit Plagiaten: https://www.tuwien.ac.at/fileadmin/t/ukanzlei/Lehre_-_Leitfaden_zum_Umgang_mit_Plagiaten.pdf


Beachten Sie beim Verfassen der Ausarbeitung bitte die Richtlinie der TU Wien zum Umgang mit Plagiaten: https://www.tuwien.at/fileadmin/Assets/dienstleister/Datenschutz_und_Dokumentenmanagement/Lehre_-_Leitfaden_zum_Umgang_mit_Plagiaten.pdf

Vortragende

Institut

Leistungsnachweis

Neben der praxisbezogenen Archivarbeit vor Ort (Sichten, Ordnen, Scannen, Fotografien) wird von den Studierenden erwartet, dass sie ein Inventarverzeichnis und eine Kurzbeschreibung der einzelnen erfassten Pläne oder Archivalien erstellen. Auf Basis der erfassten Archivmaterialien kann im darauffolgenden Semester eine Wahlseminararbeit oder Bachelorarbeit verfasst werden.

LVA-Anmeldung

Von Bis Abmeldung bis
15.02.2020 09:00 02.03.2020 08:00

Curricula

StudienkennzahlSemesterAnm.Bed.Info
066 443 Architektur

Literatur

Es wird kein Skriptum zur Lehrveranstaltung angeboten.

Vorausgehende Lehrveranstaltungen

Vertiefende Lehrveranstaltungen

Sprache

Deutsch