264.165 Künstlerisches Projekt Displaced - Gemeinschaftswerkstatt
Diese Lehrveranstaltung ist in allen zugeordneten Curricula Teil der STEOP.
Diese Lehrveranstaltung ist in mindestens einem zugeordneten Curriculum Teil der STEOP.

2016S, UE, 4.0h, 5.0EC

Merkmale

  • Semesterwochenstunden: 4.0
  • ECTS: 5.0
  • Typ: UE Übung

Ziele der Lehrveranstaltung

Die aktuellen Fluchtbewegungen, ausgelöst durch multiple humnaitäre Krisen in vielen Teilen dieser Welt, stellen Fragen nach Verteilungsgerechtigkeit, Solidarität und gesellschaftlicher wie individueller Verantwortung. Was kann, was soll unser konkreter Beitrag angesichts der aktuellen Herausforderungen sein?

Im vergangenen Wintersemester haben wir mit dem Lehr- und Forschungsprojekt "Displaced" bereits begonnen, uns diesen Fragestellungen mit Tatkraft und Selbstermächtigung zu widmen. In diesem Semester verlassen wir abermals den Lernort Universität und machen uns auf die Suche nach kollaborativen Praktiken, die architektonisch-räumliche Fragestellungen in den unmittelbaren Kontext des Sozialräumlichen einbinden: Über das gemeinsame, werkbasierte und handwerkliche Arbeiten von Studierenden und geflüchteten Menschen in der "Gemeinschaftswerkstatt" in Wien Mitte zielen wir auf zukunftsfähige Formen des miteinander und voneinander Lernens anhand konkreter raumbezogener Anforderungen und Rahmenbedingungen der Raumproduktion.

Inhalt der Lehrveranstaltung

Im Rahmen des Künstlerischen Projekts "Displaced ..." (WS 2015/16) wurden durch die Projektgruppe "Displaced_Space for Change" räumliche Akutmaßnahmen im Flüchtlingsnotquartier Wien Mitte realisiert. In Fortführung dieser 1:1-Umsetzungen wird der Schwerpunkt unseres Tuns nun auf der Weiterentwicklung und intensiven Nutzung der "Gemeinschaftswerkstätte" liegen: Diese wurde vom LVA-Team und mit Hilfe von gesammelten Spendengeldern bereits vor Ort eingerichtet. 4 Studierende des Wintersemester-Teams werden als TutorInnen die Rolle der WerkstättenleiterInnen übernehmen und damit die nötige Kontinuität gewährleisten.

Die LVA-TeilnehmerInnen dieses Semesters arbeiten eng mit den im Haus wohnenden geflüchteten Menschen zusammen. Sie bringen ihre architektonisch-räumliche Expertise ein, um Minimalmöblierungen für die privaten Wohnbereiche der HausbewohnerInnen zu konzipieren, die in der Gemeinschaftswerkstatt hergestellt werden können. Der besondere Fokus liegt dabei auf dem gemeinsamen solidarischen Tun, das zum einen auf die 1:1-Produktion von flexiblen und gut transportablen Möbelelementen abzielt (diese Möblierungen sollen so konzipiert sein, dass sie nach Ende der Zwischennutzung als Notunterkunft auch mitgenommen werden und als erste "Ankerobjekte" in einer neuen Heimat fungieren können). Zum anderen ist das Sinn gebende solidarische Tun, das "Raum Schaffen" für individuelle Fähigkeiten und das im wahrsten Sinn des Wortes "Bauen von Zukunft" in diesem Projektvorhaben ganz essentiell. Eingebettet und verortet im Werkstättenbetrieb wollen wir darüber hinaus und mittels "partizipativer Aktionsforschung" erkunden, wie man mit und von Menschen mit Fluchterfahrungen über ihre räumlichen Bedürfnisse lernen kann, welche (trans)disziplinären Diskurse, Strategien und Positionen es dazu gibt und schließlich, wie und ob man andere Herangehensweisen im Sinne von konkreten Utopien entwickeln kann.

Weitere Informationen

Einführung: Donnerstag, 10.03.2016  9:00 h  Karlsgasse 11 / SR2

Das Semester hindurch wird vor Ort in der Displaced-Gemeinschaftswerkstatt im Flüchtlingsnotquartier Wien Mitte gearbeitet. Die Werkstätte soll wochentags jeweils von 9-13 h für das gemeinsame Arbeiten offen stehen. Dementsprechend werden die einzelnen LVA-Teams jeweils an einem Vormittag der Woche zum Einsatz kommen. Den genauen Zeitplan erarbeiten wir gemeinsam zu Beginn der LVA.

Vortragende

Institut

Bewerbung

TitelBewerbungsbeginnBewerbungsende
künstlerisches Projekt SS1619.02.2016 08:0023.02.2016 23:59

Curricula

StudienkennzahlSemesterAnm.Bed.Info
066 443 Architektur

Literatur

Es wird kein Skriptum zur Lehrveranstaltung angeboten.

Vorkenntnisse

Begeisterung für das handwerkliche Arbeiten, für kooperative Prozesse und das solidarische Miteinander ist unbedingt mitzubringen!

Sprache

Deutsch