260.459 Großes Entwerfen Gastprofessur Patrick Gmür: stadt - wohnen - hochhaus
Diese Lehrveranstaltung ist in allen zugeordneten Curricula Teil der STEOP.
Diese Lehrveranstaltung ist in mindestens einem zugeordneten Curriculum Teil der STEOP.

2017S, UE, 8.0h, 10.0EC

Merkmale

  • Semesterwochenstunden: 8.0
  • ECTS: 10.0
  • Typ: UE Übung

Ziele der Lehrveranstaltung

Das Gebot der Stunde lautet: Verdichtung nach innen. Damit müssen sich fast alle wachsenden Städte auseinandersetzen. Diese Wachstumsstrategie macht auch aus nachhaltigen Gründen Sinn, weil die Innenstädte meist gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen sind. Ebenfalls ist für jede Stadt entscheidend, dass es in der Innenstadt eine ausgeglichene soziale Durchmischung gibt. Damit ist das gesamte Bevölkerungsspektrum ¿ also Junge, Alte, Reiche, Arme, Ausländerinnen und Ausländer ¿ gemeint. Eigentlich müsste jede Quartierdurchmischung derjenigen der Gesamtbevölkerung entsprechen. Gleichzeitig können unsere Städte nicht kontinuierlich verdichtet werden, also unaufhaltsam immer mehr Einwohnerinnen und Einwohner aufnehmen, ohne zusätzliche Freiräume und Infrastrukturen zu schaffen. Diese Verdichtung nach innen ist eine der wesentlichen Herausforderungen der Zukunft und eine große Chance für alle und insbesondere für den Städtebau und die Architektur anzusehen. Neue städtebauliche Lösungen, aber auch neue Typologien sind gesucht. 

Inhalt der Lehrveranstaltung

Das Wohnhochhaus: Chance oder Ghetto

Gerade vor diesem Hintergrund kann das Wohnhochhaus ein möglicher Lösungsansatz darstellen, da es dem Wunsch nach höheren Dichten entspricht, aber auch mehr öffentliche Freiräume anbieten kann. Gleichzeitig hat das Wohnhochhaus aber auch einen belasteten Ruf. Wir alle kennen die trostlosen Wohnhochhäuser unserer Vorstädte, die mit dem immer gleichen Wohnungstyp abgefüllt, schlecht erschlossen und oft etwas verloren in weiten und unspezifischen Grünflächen stehen.

 ¿Hochhäuser sind aus der Ferne zwar nett anzusehen und auch die Aussicht vom obersten Stockwerk ist schön. Steht man allerdings direkt daneben oder wohnt im dritten Stock, gibt es wenig Positives zu sagen über Hochhäuser. (...) Es gibt gute Gründe, ein Hochhaus zu bauen. Aber es muss umsichtig geschehen.¿ Zitat Jan Gehl, Tages Woche, 18. 3. 2015

Das Hochhaus gehört seit der Erfindung des Lifts zu den faszinierendsten Bauaufgaben für Architektinnen und Architekten. Mit dieser Faszination ist immer auch die Hoffnung verbunden, einige ¿ oder am besten alle ¿ drängenden städtebaulichen Fragen und Herausforderungen zu lösen. 

Mit dieser Ausgangslage wollen wir uns in diesem Sommersemester intensiv auseinandersetzen. Uns interessiert immer die gesamtheitliche Betrachtungsweise. Damit meinen wir einerseits das städtebauliche Potenzial und den Mehrwert des Hochhauses, andererseits auch die Chancen einer möglichst vielfältigen Wohnnutzung mit kleinen, kompakten und effizienten Grundrissen.

Auf Grund seiner Gebäudehöhe hat ein Hochhaus immer eine übergeordnete städtebauliche Bedeutung. Daher muss jedes Hochhaus einen Mehrwert generieren. Nur wenn es gelingt, diesen Gewinn für den Ort, für die unmittelbare Nachbarschaft, das Quartier und die Gesellschaft auszuweisen, kann ein Hochhaus heute auch geplant und gebaut werden. Zusätzlich hat dieses immer von überdurchschnittlicher Qualität zu sein.

In den kommenden Wochen wollen wir Antworten auf diese aktuellen Fragen suchen. Anhand einer konkreten Situation in Wien wollen wir prüfen und erforschen, mit welchem Hochhaustyp und mit welcher Programmierung ein Hochhaus eben zu einem Segen und nicht zu einem Fluch für Ort, Quartier und Stadt wird!

Weitere Informationen

Das Semester ist in verschiedene Phasen aufgeteilt. Nach einer ausführlichen Einführung zum Thema Hochhaus und Wohnen im Hochhaus konzentrieren wir uns zuerst auf den Städtebau. Dazu bauen alle Studierenden zusammen ein Modell des vorgegebenen Stadtausschnitts. In diesem wird einerseits ein Ort für ein Hochhaus gesucht und auf dessen ¿Hochhaustauglichkeit¿ untersucht. In einem nächsten Schritt soll ein Nutzungsprogramm für das eigene Wohnhochhaus definiert und dieses räumlich, das heißt volumetrisch, in die selbst bestimmte Situation übertragen werden. Für die Schlussabgabe müssen ein Situationsplan mit der städtebaulichen Setzung des Wohnhochhauses, dessen Nah- und Fernwirkung, die entsprechenden Schnitte, der architektonische Ausdruck der Fassaden und ein Regelgeschoss abgegeben werden.

Bisher bekannte Termine:

Inputworkshop 13.3.-15.3.

Exkursion nach Zürich 16.3.-18.3.

Vortragende Personen

  • Luchsinger, Christoph
  • Gmür, Patrick

Institut

LVA Termine

TagZeitDatumOrtBeschreibung
Mo.14:00 - 18:0013.03.2017Projektraum 13 - Achtung! Werkraum, kein Seminarraum! Input Workshop
09:00 - 18:0014.03.2017 - 15.03.2017Projektraum 13 - Achtung! Werkraum, kein Seminarraum! Input Workshop
Di.10:00 - 18:0028.03.2017Prechtlsaal großer Teil - Achtung! Werkraum, kein Hörsaal! Besprechung
09:00 - 18:0004.04.2017 - 05.04.2017Projektraum 13 - Achtung! Werkraum, kein Seminarraum! Workshop 2
Do.10:00 - 17:0027.04.2017Konferenzraum der Fakultät Architektur und Raumplanung Besprechung
09:00 - 18:0023.05.2017 - 24.05.2017Projektraum 13 - Achtung! Werkraum, kein Seminarraum! Workshop 3
Do.10:00 - 16:0001.06.2017Seminarraum 8 Großes Entwerfen Gastprofessur Patrick Gmür: stadt - wohnen - hochhaus
Di.10:00 - 17:0006.06.2017Konferenzraum der Fakultät Architektur und Raumplanung Besprechung
Di.10:00 - 18:0013.06.2017Seminarraum 234 Großes Entwerfen Gastprofessur Patrick Gmür: stadt - wohnen - hochhaus
09:00 - 18:0027.06.2017 - 28.06.2017Projektraum 13 - Achtung! Werkraum, kein Seminarraum! Workshop 4
Großes Entwerfen Gastprofessur Patrick Gmür: stadt - wohnen - hochhaus - Einzeltermine
TagDatumZeitOrtBeschreibung
Mo.13.03.201714:00 - 18:00Projektraum 13 - Achtung! Werkraum, kein Seminarraum! Input Workshop
Di.14.03.201709:00 - 18:00Projektraum 13 - Achtung! Werkraum, kein Seminarraum! Input Workshop
Mi.15.03.201709:00 - 18:00Projektraum 13 - Achtung! Werkraum, kein Seminarraum! Input Workshop
Di.28.03.201710:00 - 18:00Prechtlsaal großer Teil - Achtung! Werkraum, kein Hörsaal! Besprechung
Di.04.04.201709:00 - 18:00Projektraum 13 - Achtung! Werkraum, kein Seminarraum! Workshop 2
Mi.05.04.201709:00 - 18:00Projektraum 13 - Achtung! Werkraum, kein Seminarraum! Workshop 2
Do.27.04.201710:00 - 17:00Konferenzraum der Fakultät Architektur und Raumplanung Besprechung
Di.23.05.201709:00 - 18:00Projektraum 13 - Achtung! Werkraum, kein Seminarraum! Workshop 3
Mi.24.05.201709:00 - 18:00Projektraum 13 - Achtung! Werkraum, kein Seminarraum! Workshop 3
Do.01.06.201710:00 - 16:00Seminarraum 8 Großes Entwerfen Gastprofessur Patrick Gmür: stadt - wohnen - hochhaus
Di.06.06.201710:00 - 17:00Konferenzraum der Fakultät Architektur und Raumplanung Besprechung
Di.27.06.201709:00 - 18:00Projektraum 13 - Achtung! Werkraum, kein Seminarraum! Workshop 4
Mi.28.06.201709:00 - 18:00Projektraum 13 - Achtung! Werkraum, kein Seminarraum! Workshop 4

Leistungsnachweis

Aufgrund der Komplexität der Aufgabenstellung verbunden mit dem umfangreichen Raumprogramm, aber auch mit der unerlässlichen Teamfähigkeit einer jeden Architektin und eines jedes Architekten werden wir dieses Sommersemester ausschließlich in Vierer-Gruppen arbeiten. Dies erlaubt, die Aufgabenstellung in seiner Gesamtheit anzupacken. Ziel ist es, ein Wohnhochhaus zu entwerfen, das eine städtebauliche Lösung mit einem Mehrwert für die unmittelbare Nachbarschaft und das umgebende Quartier verbindet, gleichzeitig aber auch mit einer aus dem Volumen entwickelten Nutzung überzeugt. Ein Entwurf eines typischen Wohngeschosses rundet den Entwurf ab.

Bewerbung

TitelBewerbungsbeginnBewerbungsende
Gr. Master Entwerfen SS1720.02.2017 09:0027.02.2017 23:59

Curricula

StudienkennzahlSemesterAnm.Bed.Info
066 443 Architektur STEG
Lehrveranstaltung erfordert die Erfüllung des Studieneingangsgesprächs STEG

Literatur

Es wird kein Skriptum zur Lehrveranstaltung angeboten.

Sprache

Deutsch