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251.861 Großes Entwerfen - Wohnraum für eine generationenübergreifende Lebensgemeinschaft
Diese Lehrveranstaltung ist in allen zugeordneten Curricula Teil der STEOP.
Diese Lehrveranstaltung ist in mindestens einem zugeordneten Curriculum Teil der STEOP.

2021S, UE, 8.0h, 10.0EC
TUWEL

LVA-Bewertung

Merkmale

  • Semesterwochenstunden: 8.0
  • ECTS: 10.0
  • Typ: UE Übung
  • Format der Abhaltung: Hybrid

Lernergebnisse

Nach positiver Absolvierung der Lehrveranstaltung sind Studierende in der Lage, den multiplen Anforderungen an einen architektonischen Entwurf lösungsorientiert zu begegnen. Dies bezieht sich auf die funktionalen, die räumlichen, die ökologischen, die gesellschaftlichen, die gestalterischen, die ästhetischen, die wirtschaftlichen sowie die technischen Herausforderungen, die mit dem Architekturentwurf verbunden sind.

Inhalt der Lehrveranstaltung

Wohnraum für eine generationenübergreifende Lebensgemeinschaft

Ziel

Schaffung von Wohnraum für eine Arbeits- und Lebensgemeinschaft in Dietach bei Wels/OÖ. Folgende Aspekte stehen im Vordergrund:

  • Schaffung von Wohnraum unter den Gesichtspunkten der ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeit
  • Beitrag zur Steigerung der lokalen Wertschöpfung im ländlichen Raum
  • Generationenübergreifendes Wohnen als Antwort auf die zunehmende Isolation der älteren Generation
  • Naturnahes gemeinschaftliches Leben unter dem Aspekt des Gemeinwohls

Inhalt

Aufgrund der demographischen Gegebenheit der Bevölkerungspyramide, werden wir in den nächsten Jahren eine steigende Anzahl an älteren Menschen zu betreuen haben. Zugleich hat uns die COVID-Situation aufgezeigt, dass ältere Bevölkerungsgruppen zu den Verletzlichsten gehören und schnell in Abhängigkeit und Isolation geraten. Letzteres hat drastische Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit.

Ziel des Projektes ist es, genau hier anzusetzen. In einem größeren Wohnkomplex sollen behindertengerechte Senioren-WGs entstehen (2er, 3er und 4er WGs). Das Konzept des betreuten Wohnens soll in eine größere Gemeinschaft eingebettet sein, die möglichst heterogen durchmischt ist. Dadurch wird es abseits des Senioren-Wohnkomplexes auch Platz für Wohnraum geben, der für verschiedene Gesellschaftsgruppen wie Familien, Singles, Studentinnen und Migranten gedacht ist. Um das Entstehen der starken Gemeinschaft/ eines sozialen Netzes zu fördern, sind ein Tageszentrum, Gemeinschaftsgärten, ein Werkzeughaus und eine Sommerküche angedacht. Zeitgleich soll ein stärkerer Bezug zur Natur und Umwelt hergestellt werden, da es nachweislich positiv auf die Gesundheit und Lebenszufriedenheit wirkt.

Das ca. 7 ha große Grundstück in Dietach sollte folgende Funktionen beinhalten:

- SeniorInnen-WGs für bis zu 45 SeniorInnen (2er, 3er und 4er WGs). Zimmer und Nassräume privat, Küchen und Wohnbereiche zur gemeinschaftlichen Nutzung.
- Wohnsiedlung: Individuelle Wohnräume mit der Möglichkeit zum Selbstbau
- Gemeinschaftszentrum: Seminarräume, Gruppenräume, Werkstätten etc.

Im Studierenden-Entwurfsprojekt wird der Schwerpunkt auf die erste Bauphase, das betreute Wohnen, gelegt.

Voraussetzungen

Organisationsform:
Nonprofit Verein - zukünftige Gebäude und Fläche werden dem Verein übertragen.
Vereinsmitglieder werden die Bewohnerinnen der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft.

Finanzierung:
EU Förderprogramm Leader, Bund, Land, Gemeinde und Privatinvestoren

Projektgrundstück:
Adresse: Zwischen Traunstraße 34 und Scherau 6 4600 Dietach
Koordinaten: 48°09'47.4"N 14°05'01.5"E
Grundstück 71+72: 7222,6 m², Grundstück 71: 3788,8 m², Grundstück 72: 3433,8 m²

Methoden

Methoden der vorbereitenden Analyse: Besichtigung des Areals und des Bauplatzes, Diskussionsprozesse mit Organisatoren und künftigen Nutzerinnen, semi-formale Interviews. 

Anforderungen an den Entwurf:

-  Entwicklung von innovativen Lösungen für die gestellte Bauaufgabe
- Bedürfnisorientiertes Planen unter Einbeziehung der zukünftigen Nutzerinnen
- Schwerpunkt nachwachsende Rohstoffe: Holz, Stroh, Lehm etc.
- Minimierung des ökologischen Fußabdrucks beim Bau und bei der Nutzung des Gebäudes (Lebenszyklusanalyse, Rezyklierbarkeit, Trennbarkeit von Bauteilen, nachwachsende Rohstoffe, energie-effiziente Rohstoffe, alternative Heiz- bzw. Kühlkonzepte etc.)
- Priorität regionaler Betriebe und Handwerksarbeit vor kapital- und energieintensiv industriell erzeugten Bauteilen
- Innovative Gestaltungskonzepte mit Erlebnisfaktor 
- Raumkonfiguration: Erfüllung der funktionalen Anforderungen bei gleichzeitiger Schaffung von räumlicher Qualität – Anordnung der Baukörper, Innen-Außenbezug, Licht-Schatten, Blickbezüge etc.

Das Entwerfen kann als Einzelarbeit oder in 2er oder 3er Gruppen durchgeführt werden.

Prüfungsmodus

Prüfungsimmanent

Weitere Informationen

TERMINE

Zeit: immer montags um 13:30 Uhr

Ort:       https://tuwien.zoom.us/j/97381606992

08.3.     Einführung - Vortrag Andi Breiss: Projekte, Aufbauten...
15.3.    
Bauplatzbesichtigung (optional) 
22.3.     Vortrag Andrea Rieger: Moderner Lehmbau, danach Betreuung
12.4.     Achtung! Beginn 13:00! Vortrag Hannes Toifel, Bauen für alte Menschen, danach Betreuung
19.4.     Konzeptpräsentation
26.4.     Betreuungstermin
03.5.     Betreuungstermin
10.5.     Zwischenpräsentation
17.5.     Betreuungstermin
31.5.     Betreuungstermin
14.6.     Betreuungstermin
21.6.     Endpräsentation

Achtung: Anwesenheitspflicht bei allen fett markierten Terminen! 

Vortragende Personen

Institut

Leistungsnachweis

Konzeptpräsentation: Entwurfsidee, Skizzen, ev. Arbeitsmodelle

Zwischenpräsentation: Wichtige Grundrisse, Ansichten, Schnitte, Details, Arbeitsmodelle

Endpräsentation und Abgabe: Abgabeformat: A1 quer. Grundrisse, Ansichten, Schnitte (1:200), Details, Fassadenabwicklung (1:20), Renderings, Modell des gesamten Areals (1:200)

Bewerbung

TitelBewerbungsbeginnBewerbungsende
Master Gr. Entwerfen 2021S15.02.2021 09:0022.02.2021 23:59

Curricula

StudienkennzahlSemesterAnm.Bed.Info
066 443 Architektur

Literatur

Es wird kein Skriptum zur Lehrveranstaltung angeboten.

Sprache

Deutsch