264.093 Gegenwartskultur
Diese Lehrveranstaltung ist in allen zugeordneten Curricula Teil der STEOP.
Diese Lehrveranstaltung ist in mindestens einem zugeordneten Curriculum Teil der STEOP.

2021W, VO, 2.0h, 2.0EC

Merkmale

  • Semesterwochenstunden: 2.0
  • ECTS: 2.0
  • Typ: VO Vorlesung
  • Format der Abhaltung: Hybrid

Lernergebnisse

Nach positiver Absolvierung der Lehrveranstaltung sind Studierende in der Lage, die in der Lehrveranstaltung erworbenen Kompetenzen in wichtigen Diskursfelder der visuellen Kultur der Gegenwart zur Anwendung zu bringen. Dazu zählen die Kenntnis aktueller Theorieansätze und Praxisbereiche visueller Kultur (unter besonderer Berücksichtigung der zeitgenössischen Kunst- und Architekturproduktion) sowie Kompetenzen zur kritischen Reflexion der Gegenwartskultur und zur selbständigen Entwicklung von Forschungsansätzen, um Kultur aus der Perspektive einer kritischen Raumpraxis zu untersuchen.

Inhalt der Lehrveranstaltung


Bike couriers, Soho, London, 2021 (photo: Peter Mörtenböck)


tba
 
08.11.2021, 17.00-19.00 Uhr, online

Peter Mörtenböck und Helge Mooshammer diskutieren mit eingeladenen Gästen zur Veränderung kultureller Institutionen im Spannungsfeld von Plattform-Kapitalismus und digitaler Emanzipation.

Kreativität, Verfügbarkeit, Bewegung: Wohnen in der Plattform-Stadt, oder: “Der Scheiß, den sie soziale Fähigkeiten nennen, ist ein Algorithmus zum Umgang mit Antisozialität.”  

24.11.2021, 17.00-19.00 Uhr, online

Vortrag im Rahmen der vom FB Wohnbau angebotenen Lehrveranstaltung “Zukunft des Wohnens”.


LIVING ON PLATFORMS –
Staying with the Trouble

Durch die nach wie vor anhaltende COVID-19-Krise hat unser Leben auf Plattformen einen Zustand der Permanenz angenommen. Wir lernen, arbeiten, shoppen, genießen und kommunizieren beinahe ständig online. Der Bildschirm ist zur wichtigsten Schnittstelle zur Außenwelt geworden. Auch andere Krisen – Klimawandel, rassistische Gewalt, soziale Ungleichheit – sind nun von dauerhafter Gestalt. In dieser Entwicklung hat eine neue Kultur des Krisenmanagements die Oberhand gewonnen, die uns mit einfachen Rhetoriken der Resilienz und Effizienz für alles eine Lösung verspricht. Doch anstatt diese Versprechen eingelöst zu sehen, schwindet zunehmend unser institutionelles Vertrauen und es wird klar, dass viele Krisen auch Mittel zum Zweck sind, um die vorhandenen räumlichen, infrastrukturellen und sozialen Veränderungen zu kontrollieren und beschleunigen. Folglich ist eine Diskussion entbrannt, ob wir wirklich zu einem Zustand vor der Krise zurückkehren wollen oder uns nach Alternativen dazu sehnen. Wie würden solche Alternativen aussehen? Lassen sie sich unabhängig von der Erfahrung der gegenwärtigen Krise denken?

Ein solches Nachdenken erfordert, wie Donna Haraway in Staying with the Trouble argumentiert hat, Sym-Poiesis oder “Making-with” anstatt Auto-Poiesis oder “Self-Making” – ein Lernen, bei den Schwierigkeiten des Zusammenlebens zu bleiben. Im Kunstbereich macht der Drang zu kollektiven Arbeitsformen aktuell deutlich, wie gemeinsames Denken und gemeinsames Handeln zu neuen Möglichkeiten führen kann: Die vom indonesischen Künstler*innenkollektiv ruangrupa kuratierte documenta 15; die Projekte der fünf für den Turner Prize 2021 nominierten Kunstkollektive; oder auch die von Hashim Sarkis provozierte Auseinandersetzung der heurigen Architekturbiennale Venedig mit der Frage „How will we live together?“ – sie alle stellen Schauplätze des Experimentierens mit neuen Lebensformen dar und schlagen Architekturen eines „Making-with“ vor.

Im Modul Visuelle Kultur widmen wir uns jeden Montagnachmittag in einem virtuellen Salon (Vorträge, Gespräche, Präsentationen, Diskussionsrunden, Filmnachmittage, etc.) einem bestimmten Aspekt des anhaltenden „Plattform-Lebens“ und fragen nach den Konsequenzen dieser neuen Welt: was kommt und was verschwindet, wer profitiert und wer verliert, und was ist die Architektur des hier entstehenden Gefüges? Welche Alternativen können wir angesichts dieser Ausgangslage gemeinsam entwickeln?

Bestritten werden diese Nachmittage in wechselnder Folge von allen Lehrenden des Moduls sowie von eingeladenen Gästen. Die dabei vorgestellten Themen reichen von der Tradition des Plattform-Genres in Kunst, Literatur und Film bis zur Frage, wie wichtig physische Präsenz für die Anerkennung menschlicher Grundrechte ist. Diese Themennachmittage bilden den Ausgangspunkt für wöchentlich verfasste Episoden eines „visuellen Essays“, für das unterschiedliche architekturbezogene Methoden herangezogen werden können (Skizzen, Analysen, Beschreibungen, Fotocollagen, Videoarbeiten, Modellbauten, etc.). Der Episodencharakter dieser Essays soll uns erlauben, die komplexen und oft widersprüchlichen Charakteristika des „Lebens auf Plattformen“ auszuloten und im Ergründen der Architektur dieser neuen Lebenswelten mögliche Handlungsfelder zu skizzieren.

Das wöchentliche Kernprogramm wird nach Bedarf und Möglichkeit um eine Reihe anderer Formate ergänzt: virtual hangouts, crit sessions, physische Orte für kollektives Arbeiten, und vieles mehr; Lehrende und TutorInnen des Modulprogramms stehen zudem zur Verfügung, um die Entwicklung der Projektarbeiten zu begleiten und Feedback anzubieten; gemeinsam können im Laufe des Programms auch Vorschläge für weitere Plug-Ins in diese Lernstruktur entwickelt werden. Ein Arbeiten in Gruppen ist möglich.

siehe auch: https://visualculture.tuwien.ac.at/

Methoden

Vorträge und Diskussionen; selbständige Projektaufgaben; Literaturstudium; Feldforschung und Exkursionen; Verfassen von Texten; Entwicklung von graphischen und audiovisuellen Inhalten; multimediale Formate; Präsentationen

Prüfungsmodus

Prüfungsimmanent

Weitere Informationen

Einführung in das Modulprogramm: Montag, 4. Oktober 2021, 17.00 Uhr

Online-Salon Diskussion mit Gästen (Titel tba): Dienstag, 08. November 2021, 17.00 Uhr
Online-Salon Kreativität, Verfügbarkeit, Bewegung: Wohnen in der Plattform-Stadt, oder: “Der Scheiß, den sie soziale Fähigkeiten nennen, ist ein Algorithmus zum Umgang mit Antisozialität.”: Mittwoch, 24. November 2021, 17.00 Uhr

Online: Links zu den einzelnen Zoom-Terminen siehe TUWEL

weitere Informationen: https://visualculture.tuwien.ac.at/

Vortragende Personen

Institut

LVA Termine

TagZeitDatumOrtBeschreibung
Mo.17:00 - 19:0011.10.2021 - 24.01.2022Seminarraum AC0440 (LIVE)Gegenwartskultur
Gegenwartskultur - Einzeltermine
TagDatumZeitOrtBeschreibung
Mo.11.10.202117:00 - 19:00Seminarraum AC0440 Gegenwartskultur
Mo.18.10.202117:00 - 19:00Seminarraum AC0440 Gegenwartskultur
Mo.25.10.202117:00 - 19:00Seminarraum AC0440 Gegenwartskultur
Mo.08.11.202117:00 - 19:00Seminarraum AC0440 Gegenwartskultur
Mo.22.11.202117:00 - 19:00Seminarraum AC0440 Gegenwartskultur
Mo.29.11.202117:00 - 19:00Seminarraum AC0440 Gegenwartskultur
Mo.06.12.202117:00 - 19:00Seminarraum AC0440 Gegenwartskultur
Mo.13.12.202117:00 - 19:00Seminarraum AC0440 Gegenwartskultur
Mo.10.01.202217:00 - 19:00Seminarraum AC0440 Gegenwartskultur
Mo.17.01.202217:00 - 19:00Seminarraum AC0440 Gegenwartskultur
Mo.24.01.202217:00 - 19:00Seminarraum AC0440 Gegenwartskultur

Leistungsnachweis

Aktive Beteiligung; Projektarbeiten; Kurztexte; Präsentationen

Prüfungen

TagZeitDatumOrtPrüfungsmodusAnmeldefristAnmeldungPrüfung
Mi. - 26.01.2022schrift.&mündl.24.01.2022 00:00 - 25.01.2022 23:59in TISSGegenwartskultur

LVA-Anmeldung

Nicht erforderlich

Curricula

StudienkennzahlSemesterAnm.Bed.Info
066 443 Architektur

Literatur

Es wird kein Skriptum zur Lehrveranstaltung angeboten.

Vorausgehende Lehrveranstaltungen

Begleitende Lehrveranstaltungen

Weitere Informationen

Sprache

Deutsch