260.650 Kleines Entwerfen Leben am Wasser
Diese Lehrveranstaltung ist in allen zugeordneten Curricula Teil der STEOP.
Diese Lehrveranstaltung ist in mindestens einem zugeordneten Curriculum Teil der STEOP.

2021S, UE, 4.0h, 5.0EC
TUWEL

Merkmale

  • Semesterwochenstunden: 4.0
  • ECTS: 5.0
  • Typ: UE Übung
  • Format der Abhaltung: Hybrid

Lernergebnisse

Nach positiver Absolvierung der Lehrveranstaltung sind Studierende in der Lage folgende Fragen zu beantworten:

  • Wie können ausgehend von den bestehenden Strukturen eines Ortes, seiner landschaftlichen, topografischen Gegebenheiten Hochwasserschutzmaßnahmen (weiter)gebaut, so eingebunden werden, dass sie Teil des Ensembles werden und nicht nur technische Objekte, reduziert auf die hochwassertechnischen Anforderungen ohne Bezug zum Bestand, zur Umgebung darstellen?
  • Was heißt Leben am Wasser, mit dem Wasser und mit den Herausforderungen von damit verbundenen Naturgewalten im Hinblick auf gestalterische Eingriffe?
  • Welche öffentliche Nutzungen funktionieren, machen Sinn, erzeugen „gesellschaftlichen Mehrwert“ an Ufern von Flüssen, sind machbar?
  • Wie kann das Gegensatzpaar „Gefahren-Überschwemmungszone“ – „Erlebnis-/Freizeitzone“ mit Mitteln/Werkzeugen der Orts-und Landschaftsgestaltung versöhnt werden?
  • Welche Qualitäten stellen verborgene Potenziale der Ortsentwicklung an Flussufern dar, welche Alleinstellungsmerkmale bieten Ufer für die Ortsentwicklung?
  • Welche Risiken bestehen im Falle von Hochwässern, was muss bei Gestaltungen berücksichtigt werden, damit die Schutzfunktion im Katastrophenfall nicht beeinträchtigt ist?
  • Welche Alternativen zu Schutzmauern sind denkbar, was kann aus internationalen Beispielen, U-fergestaltungen modellhaft mitgedacht werden?
  • Welche ökologischen Notwendigkeiten müssen bei Schutzmaßnahmen mitgedacht werden?
  • Wie können Gestaltungen im Rahmen von Hochwasserschutzmaßnahmen zur Aufwertung des Orts(bildes) beitragen und so die Einzigartigkeit eines Ortes unterstreichen?

Inhalt der Lehrveranstaltung

Nach einer analytischen Annährung, werden die gewonnenen Erkenntnisse in einer Workshop-Woche (soweit die Covid-Pandemie dies zulässt und deswegen erst vom 29.08 - 05.09.2021) vor Ort zu Konzepten entwickelt und ausgearbeitet.

Referenten (angefragt):

  • Karl Langer
  • Thomas Hauck
  • Walter Turm / Weingraber Felix
  • Bernhard Karl
  • Klaus Michor

SEMESTERFAHRPLAN Fr. Vormittag Jour Fixe

19.03.2021 Kick-Off / Digital

26.03.2021 2. Einheit / Digital

23.04.2021  Recherche-Präsentation / Digital

30.04.2021 Recherche-Präsentatin / Digital

21.05.2021 voraussichtlich Exkursion Melk-Ybbs-Persenbeug + Ottensheim

11.6.2021 evtl. vor Ort Vorbesprechung Workshop

18.06.2021 Jolly Termin

29.08. - 05.09.2021 voraussichtlich Workshop vor Ort

Methoden

  • Inputvorträge und offene Atelierarbeit teilweise vor Ort, soweit die Covid-Pandemie dies zu lässt
  • Dialogische Formate mit Gemeinde-bürgerInnen, -unternehmerInnen, -politikerInnen...
  • Betreuung und Begleiten der Konzeptentwicklung vor Ort.
  • Kommunikations- und Projektmanagement.

Prüfungsmodus

Prüfungsimmanent

Weitere Informationen

Die Lehrveranstaltung findet hybrid statt: wir starten digital und sofern es trotz Corona möglich ist, machen wir später analog weiter.

Hintergrund

Seit dem Sommersemester 2015 wurden vier Entwerfen des Forschungsbereiches LANDSCAPE in der Marktgemeinde Ottensheim und in der Region Urfahr West durchgeführt und verschiedene Themen der Orts-und Regionalentwicklung beispielhaft bearbeitet.

Ausblick

Im Sommersemester 2021 soll das Thema Leben am Wasser, an der Donau bearbeitet werden. Aktueller Anlass ist die bevorstehende Umsetzung des Hochwasserschutzprojektes Eferdinger Becken. In Ottensheim wird ein Großteil der Schutzbauwerke in für das Ortsbild, die Ortsentwicklung relevanten Bereichen errichtet. Durch die Ausführung, die Linienführung und die Einbindung in das Umfeld besteht die Möglichkeit Potenziale für Leben am Wasser, an der Donau zu heben, aber auch die Gefahr diese für die Zukunft zu verbauen.

Eine Zitat aus dem Roman „Die Werke der Einsamkeit“ von György Sebestyén (1986) wird unsere didaktische Auseinandersetzung im kommenden Sommersemester begleiten:

„…Wir können die zu Ende gehende Zeit Europas und auch unsere Jahre der Jugend in Erinnerung an das alte Ägypten als Überschwemmung deuten. Das Hochwasser des Nils schuf die Bedingungen zur Entstehung von Kultur; die Katastrophe war zugleich Rettung. Man befand sich in der Mitte der Spannung zwischen Naturgewalt und Metaphysik.

Hochwasser ist ein außergewöhnlicher Zustand, an den wir uns gewöhnt hatten, als blieben die Bedrohung, aber zugleich auch die Fülle und Fruchtbarkeit ewig erhalten. Das Außergewöhnliche hat allerdings begrenzte Dauer. Eines Tages hört man auf, Türme zu bauen, Brücken zu schlagen, Abenteuer zu erträumen. Das Gewöhnliche greift um sich, die Felder und die Gehirne trocknen aus, die Landschaft und das Leben versanden. Wir, Leute der Zeit des Hochwassers, sprechen vom Untergang. Für die Späteren ist es ein Emportauchen aus der Flut. Sie sagen: Endlich, keine Hysterie, keine Dramatik, keine Notwendigkeit, einen Gott zu haben. Andere Energiequellen werden eingeschaltet, vorausgesetzt, es gibt sie….“

Vortragende Personen

Institut

Leistungsnachweis

Von den jeweiligen Kleingruppen wird erwartet:

  • Eine fundierte thematische und räumliche Analyse
  • Ein konzeptuelles Gestaltungsdiagramm/-programm für den Raum vor, hinter und auf der „Mauer“, der „Hochwasserschutzlinie“
  • Objektplanerische Detailausarbeitung von Abschnitten, die im Gestaltungsdiagramm/-programm als Bereiche mit erhöhtem Gestaltungsbedarf, mit spezifischen Funktionen vorgeschlagen wurden.

Bewerbung

TitelBewerbungsbeginnBewerbungsende
Master Kl. Entwerfen 2021S15.02.2021 09:0022.02.2021 23:59

Curricula

StudienkennzahlSemesterAnm.Bed.Info
066 443 Architektur

Literatur

Es wird kein Skriptum zur Lehrveranstaltung angeboten.

Vorausgehende Lehrveranstaltungen

Begleitende Lehrveranstaltungen

Sprache

Deutsch