260.493 Projekt "Neue Infrastruktur für den ökologischen Stadtumbau" GRAU BLAU GRÜN
Diese Lehrveranstaltung ist in allen zugeordneten Curricula Teil der STEOP.
Diese Lehrveranstaltung ist in mindestens einem zugeordneten Curriculum Teil der STEOP.

2019S, PR, 6.0h, 12.0EC

Merkmale

  • Semesterwochenstunden: 6.0
  • ECTS: 12.0
  • Typ: PR Projekt

Ziele der Lehrveranstaltung

Das sind die Fakten:
•    Der Klimawandel findet statt – Die WMO bestätigt, dass die 20 heißesten Jahre weltweit innerhalb der letzten 22 Jahren waren.
•    Die Städte, in denen 75% der EU-Bevölkerung leben, sind am stärksten betroffen – Wärmeinseln
•    2018 gab es in Wien 42 Hitzetage (> 30°C) – doppelt so viele wie im langjährigen Vergleich
•    Studien zeigen, dass mehr Vegetation und weniger Dichte die Hitzetage reduzieren würden
•    Aber Wien wächst und wird weiter nachverdichtet – 2 Millionen EW bis 2029 innerhalb der gleichen Stadtgrenzen werden erwartet
•    Die Europäische Union ruft nach einer „Grünen-Infrastruktur-Strategie“ – Mitteilung der EU Kommission 2013
•    Der Wiener STEP 2025 (2015) erwähnt den Begriff „Grüne Infrastruktur“ jedoch gar nicht
•    Es ist nicht mehr fünf vor 12, sondern schon zwei vor 12 sagt das US ‚Bulletin of Atomic Scientists‘
•    „Time to panic“ sagt die junge schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg

Inhalt der Lehrveranstaltung

Das ist das Projekt:
Es ist Feuer am Dach - Wien braucht dringend eine „Grüne-Infrastruktur-Strategie“ als wesentlichen Teil der Klimaanpassungsstrategie, die um einiges radikaler ist als die derzeitigen Überlegungen. Im Zuge der LVA soll eine Strategie - sowohl auf lokaler als auch auf gesamtstädtischer Ebene - entwickelt werden.

Um effektiv zu sein, muss diese vor allem schnell, flexibel und flächendeckend umsetzbar sein. Alle sind einig, dass hierzu der Freiraum eine zentrale Rolle spielen kann und muss. Konventionelle Ansätze fokussieren sich auf die Rolle von Parks und Grünräumen, die Potentiale von Dach- und Fassadenbegrünung und die Schaffung neuer Wasserflächen. Diese Rezepte sind in der Theorie durchaus sinnvoll, in der Praxis aber nur begrenzt flächendeckend anwendbar, weil es oft an realen Umsetzungsmöglichkeiten fehlt. So können die notwendigen Anpassungen an den Klimawandel nicht schnell genug getätigt werden.

In den Worten von Sherlock Holmes: “…when you have eliminated the impossible, whatever remains, however improbable, must be the truth” Conan Doyle, 1890, The Sign of the Four. Wenn die notwendige schnelle Lösung zur Klimawandelanpassung nicht in den Freiräumen oder den Bauten der Stadt zu finden ist, bleiben nur die Straßen als Träger einer neuen „Grünen- bzw. Blauen-Infrastruktur-Strategie“ übrig.

Glücklicherweise ist das Straßennetz aus verschiedenen Gründen sehr gut geeignet diese Rolle zu übernehmen: es ist schon jetzt Träger eines wesentlichen Teils der „Grauen Infrastruktur“; es ist in der ganzen Stadt verteilt und es erschließt jedes Grundstück; es hat einen wesentlichen Anteil an der gesamten Stadtfläche und ist vor allem in öffentlicher Hand, was ein schnelles Handeln ermöglichen kann… Natürlich sollte diese Strategie auch einen zusätzlichen Mehrwert haben, der über die Klimaanpassungsstrategie hinausgeht.

Weitere Informationen

Termine:

Montags 14 -17 Uhr
4.3.18 - Einführung
24.6.18 - Endpräsentation

Seminarraum am Forschungsbereich Landschaftsarchitektur
Erzherzog Johann Platz 1, 3. Stock

Vortragende

Institut

LVA-Anmeldung

Von Bis Abmeldung bis
18.02.2019 13:00 04.03.2019 14:00

Curricula

StudienkennzahlSemesterAnm.Bed.Info
066 440 Raumplanung und Raumordnung 3. Semester

Literatur

Es wird kein Skriptum zur Lehrveranstaltung angeboten.

Begleitende Lehrveranstaltungen

Weitere Informationen

Sprache

Deutsch