259.624 Stegreifentwerfen "living silos - integrativer Entwurf"
Diese Lehrveranstaltung ist in allen zugeordneten Curricula Teil der STEOP.
Diese Lehrveranstaltung ist in mindestens einem zugeordneten Curriculum Teil der STEOP.

2021W, UE, 2.0h, 2.5EC

Merkmale

  • Semesterwochenstunden: 2.0
  • ECTS: 2.5
  • Typ: UE Übung
  • Format der Abhaltung: Hybrid

Lernergebnisse

Nach positiver Absolvierung der Lehrveranstaltung sind Studierende in der Lage grundlegend die komplexen Herausforderungen, die mit dem Zusammenhang zwischen immer größer werdendem Wohnraumbedarfs in städtischen Ballungszentren und den damit entstehenden Konsequenzen bezüglich Bodenversiegelung und folglich Auswirkungen des Klimawandels bzw. Veränderung des Mikroklimas in der Stadt zu verstehen und diese Problematik bei zukünftigen Entwürfen zu bedenken.
Die zum Teil problematischen Wechselbeziehungen der genannten Teilbereiche und die immer stärker werdenden Einwirkungen von urbanem Hitzeinsel-Effekt (UHI) und Klimawandel verlangen nach architektonisch durchdachten Lösungen. Es ist Notwendigkeit geworden bei Architekturentwürfen die Energieeffizienz der Hülle in Erstellung, Ausformung und Konstruktion miteinzubeziehen, sich Gedanken über die Gewinnung von erneuerbarer Energie zu machen und dies sowohl im Neubau, wie auch im Gebäudebestand umzusetzen. Studierende werden durch diese Entwurfsübung befähigt sich kritisch mit der nachträglichen Adaptierung bestehender Strukturen (z.B. Fassaden) auseinanderzusetzen und somit innovative Fassadensysteme zur Schaffung eines adäquaten Mikroklimas in der urbanen Kleinlage zu entwerfen und zu konstruieren.

 ACHTUNG - DAS STEGREIFENTWERFEN IST AUSSCHLIESSLICH IN KOMBINATION MIT DEM GROßEN ENTWERFEN 259.623 "living silos - integrativer Entwurf" BELEGT WERDEN!!!!

Inhalt der Lehrveranstaltung

Das Thema Wohnungsnot sowie klimawandelbedingte, sommerliche Überhitzung von Städten ist ein immer stärker werdendes Problem in urbanen Agglomerationen

(Urban Heat Island – Effekte) auf der ganzen Welt. Aufgrund der hohen Bodenversiegelungsrate sind viele europäische Städte, vor allem auch Wien, davon besonders betroffen. Gleichwohl Gesetzgeber wie auch administrative Instanzen wie die Wiener Baupolizei gewisse Maßnahmen setzen und gesetzt haben, bes

teht ein großer Bedarf auf planerischer Ebene diesen Herausforderungen zu begegnen: Die Aufgabe von Architekt*innen ist es nun, diese Problematik als fixe Grundlage in Ihren Entwürfen einzubeziehen und natürlich nach neuestem Stand der Technik sowie auch innovativen Ideen dieser entgegenzuwirken bzw. sie abzuschwächen. Die verpflichtende Begrünung von Flachdächern ist bereits durchgesetzt, nun folgt auch die verpflichtende Vorgabe, bei Neubauten die Fassaden zu begrünen.

Wie geht man jedoch mit dem Thema der wachsenden Bodenversiegelungsrate im urbanen Gefüge um? Laut einer Studie  der  DIW Econ, einer Tochter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), fehlen Wien 110.000 Wohnungen – das heißt, die Stadt braucht bis 2030 nochmals rund zehn Prozent mehr Wohnungen, als sie bisher hat. Im Schnitt sind dies rund 10.000 neue Wohnungen pro Jahr.
Die Problematik von immer weniger Bauflächen in der Stadt, der immensen Preissteigerung von Baumaterialien sowie immer langwierigerer Genehmigungsverfahren muss logischerweise zum Umdenken führen.

Die Umfunktionierung leerstehender Bestandsgebäude aus dem Bereich industrieller sowie agrartechnischer Nutzung ist im europäischen Raum im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten noch eher unüblich – dennoch sind genau aus dieser Sparte viele Gebäude im Besitz der Stadt Wien bzw. dem Bund. Stillgelegte Industriehallen, Verwaltungsgebäude aber auch Lagerstätten wie z.B. Silos bieten sich an, ihre Großvolumina zu Wohnzwecken zuzuführen und unter dem Aspekt innovativer Konstruktion sowie dem Einsatz zeitgemäßer, ökologischer Materialien umzufunktionieren.

Erstaunlich ist auch der steigende Bedarf an Kleinwohnungen in der Stadt, da Haushalte von hauptsächlich 2 Personen laut der Studie für den steigenden Wohnungsbedarf verantwortlich sind. Familien mit Kindern scheinen immer weiter von den Zentren abzuwandern, da einerseits der Bedarf an Freiflächen sowie auch die hohen Mietpreise hierbei maßgeblich ins Gewicht fallen.

Ziel ist es nun, anhand der am Stadtrand gelegenen Lagersilos neuen Wohnraum zu schaffen und der weiteren Bodenversiegelung vorzubeugen. Die Nutzung der bestehenden Mikrolage am Alberner Hafen, somit an einem Seitenarm der Donau, sowie die zeitgemäße und innovative Adaptierung der bestehenden Gebäudekomplexe bietet sich an den Wohnungsbedarf zu minimieren und im Zuge dessen die Grundlagen des integrativen Planungsprozesses anzuwenden -  nicht nur der Entwurf sondern insbesondere das thermische Verhalten der Bestandsgebäude beziehungsweise dessen Verbesserung sowie die notwendige konstruktive Ausformulierung bilden die Grundlage dieses großen Entwerfens und auch des angeschlossenen Stegreifentwerfens.

Methoden

  • Anhand der grundlegenden Aufgabenstellung werden Recherche-Themen vergeben
  • Bildung von Teams
  • Erarbeitung und laufende Weiterentwicklung von Entwürfen in verschiedenen Bearbeitungstiefen /Maßstäben unter Berücksichtigung von ästhetisch-gestalterischen, technischen und nutzerbezogenen Aspekten.
  • Untersuchung der Performance der eigenen Entwürfe mittels State-of-the-Art Technologien (Simulation).
  • Übung von Präsentation der erarbeiten Inhalte.

Prüfungsmodus

Prüfungsimmanent

Vortragende Personen

Institut

Leistungsnachweis

Laufende Teilnahme an Korrekturen
- Enwicklung eines durchdachten architektonischen Konzepts und Entwurfs
- Präsentation des Fortschritts bei Zwischen und Endkorrekturen
- Abgabe der geforderten Unterlagen im Rahmen der vorgebenen Zeit.

LVA-Anmeldung

Von Bis Abmeldung bis
04.10.2021 09:00 04.10.2021 23:59 04.10.2021 23:59

Anmeldemodalitäten

Die Anmeldung ist nur bei Belegung von  259.623 Entwerfen "living silos - integrativer Entwurf" möglich.

Die Anmeldung ist derzeit manuell gesperrt

Curricula

StudienkennzahlSemesterAnm.Bed.Info
066 443 Architektur

Literatur

Es wird kein Skriptum zur Lehrveranstaltung angeboten.

Weitere Informationen

  • Anwesenheitspflicht!

Sprache

Deutsch